adiva-gruenewald-immobilien-taunusstein-jan-schleicher

Jan Schleicher

Geschäftsführer

Weißes Papierhäuschen auf Gras
Foto: © Moerschy, Pixabay

28 Jahre sparen für ein Eigenheim? Das sollte doch schneller gehen

Der Erwerb von Wohneigentum sichert den Vermögensaufbau, ist eine gute Altersvorsorge und mindert die Wohnkostenbelastung. Doch mancherorts müssen Erwerber*innen 28 Jahre sparen, um sich Immobilieneigentum leisten zu können. Warum dauert das so lange?

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.

Die Sparzeit für den gesamten Eigenkapitalbedarf für Wohneigentum variiert zwischen den Kreisen in Deutschland enorm: von 3,79 Jahren im Kyffhäuserkreis in Thüringen bis zu 27,55 Jahren im Landkreis Starnberg bei München. Ein erheblicher Teil entfällt dabei auf die Erwerbsnebenkosten, die sich je nach Bundesland aufgrund der Grunderwerbsteuer stark unterscheiden. Das zeigt die neue GREIX-Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.

Der Bericht „(H)ausquartiert: Regionale Unterschiede beim Zugang zu Wohneigentum“ (www.kielinstitut.de) zeigt auf, dass der Eigenkapitalbedarf die zentrale Hürde beim Immobilienerwerb darstellt. Die Berechnungen basieren auf einer Bruttosparquote von 20 Prozent des verfügbaren Einkommens und einem Zinssatz von 1,7 Prozent. Im Zeitraum von 2015 bis 2024 betrug die Sparzeit im Median für das notwendige Eigenkapital 9,37 Jahre, wobei erhebliche regionale Unterschiede festgestellt wurden. Einen wesentlichen Teil der Einstiegshürde machen die Erwerbsnebenkosten aus, zu denen die Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten zählen. Im Median entfallen auf diese Kosten 1,46 Jahre der Sparzeit, was mehr als 15 Prozent des gesamten Eigenkapitalbedarfs entspricht.

Die regionale Karte sieht anders aus, wenn man nur auf die Erwerbsnebenkosten schaut. Während bei der Gesamthürde hochpreisige Regionen rund um die bayerische Landeshauptstadt München vorne stehen, rücken bei den Nebenkosten teure Städte aus Bundesländern mit hohen Grunderwerbsteuern nach vorne wie Berlin, Düsseldorf oder Frankfurt. Da die Grunderwerbsteuer von den Bundesländern festgelegt wird, entstehen Belastungsunterschiede, die nicht allein auf die Marktpreise zurückzuführen sind.

Die Hürde entsteht nicht nur durch Preise, sondern durch politisch gesetzte Nebenkosten. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass die Politik den Zugang zu Wohneigentum erleichtern könnte, beispielsweise durch gezielte Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer für selbstnutzende Erstkäufer.

Weitere Beiträge

Engagement für die Region: Unterstützung für die Wiesbadener Apfelweinkönigin und den Streuobstkreis Wiesbaden

Als Immobilienmakler mit Sitz in Wiesbaden verstehen wir uns nicht…

Weiterlesen
Immobilien-Kaufvertrag mit Füller, Stempel und Taschenrechner auf einem Holztisch

Was bekommt das Finanzamt, wenn ich mein Haus verkaufe?

Nicht jeder Hausverkauf löst Steuern aus. Ob das Finanzamt beim…

Weiterlesen
Mehrfamilienhaus mit bepflanzten Balkonen in einer Wohnstraße in Wiesbaden

Wie hoch darf die Miete in Wiesbaden sein: Ein Überblick

Die Frage nach der zulässigen Miethöhe in Wiesbaden lässt sich…

Weiterlesen
Grundriss, Taschenrechner und Notizbuch mit Notizen zur Mietkalkulation auf einem Schreibtisch

Quadratmeterpreis bei Miete in Wiesbaden: Alle Kosten im Überblick

Der Wiesbadener Mietmarkt gehört zu den teuersten in Hessen. Wer…

Weiterlesen
Sonnige, baumgesäumte Altbaustraße mit gründerzeitlichen Stadthäusern

Wie hoch ist der Kaufpreisfaktor in Wiesbaden aktuell?

Wiesbaden gehört zu den gefragtesten Wohnstandorten im Rhein-Main-Gebiet. Als Landeshauptstadt…

Weiterlesen
Wohnung zum Verkauf durch Eigentümer, helles Wohnzimmer mit Holzparkett und großen Fenstern

Wohnung verkaufen ohne Makler: Checkliste für Wiesbaden

Der Verkauf einer Eigentumswohnung ohne Makler ist in Wiesbaden grundsätzlich…

Weiterlesen
Erbbaurechtsvertrag und notarielle Urkunde auf einem Holzschreibtisch

Wohnung verkaufen mit Erbpacht in Wiesbaden: Ihr Leitfaden

Der Verkauf einer Wohnung mit Erbpacht in Wiesbaden ist kein…

Weiterlesen
Schimmelbefall an einer Zimmerecke neben einem Fenster, im Vordergrund Sachverständigengutachten, Feuchtigkeitsmessgerät und Immobilienverkaufsunterlagen.

Wohnung verkaufen mit Schimmel in Wiesbaden: Ihre Optionen

Schimmel in der Wohnung ist kein Verkaufshindernis, aber ein rechtliches…

Weiterlesen
Silhouette einer Person in einem Hauseingang, davor ein „Zu verkaufen“-Schild

Welche Risiken birgt der Verkauf einer Immobilie ohne Makler?

Der Verkauf einer Immobilie ohne Makler ist in Deutschland rechtlich…

Weiterlesen
Waagschalen mit Haus und Geld

Wie teuer ist es, eine Immobilie schätzen zu lassen?

Die Kosten für die Schätzung einer Immobilie hängen stark davon…

Weiterlesen
Hessengeld-Zuwendungsbescheid auf einem Schreibtisch mit Taschenrechner, Stift und Holzhaus-Modell

Hessengeld: Alle Infos zur Förderung für Ihre Immobilie

Das Hessengeld ist ein staatlicher Zuschuss des Landes Hessen, der…

Weiterlesen
Frau arbeitet im Büro mit Dokumenten.

Immobilie verkaufen: Welche Steuer in Wiesbaden anfällt

Wer eine Immobilie in Wiesbaden verkauft, stellt sich früh eine…

Weiterlesen
Haus mit blühendem Garten und „Verkauft“-Schild

Wohnung mit Hypothek verkaufen in Wiesbaden: Ihr Ratgeber

Eine Wohnung trotz laufender Hypothek zu verkaufen, ist in Wiesbaden…

Weiterlesen