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Jan Schleicher

Geschäftsführer

Parkplatz mit vollbesetzten Stellplätzen, Luftaufnahme auf dicht geparkte Autos
Foto: © Michi S., Pixabay

Wohnen und Parken: Mehr Autos und teurere Parkplätze

Wohnen und Parken sind eng miteinander verknüpft. Wer in der Stadt wohnt, kennt die ständige Parkplatzsuche ebenso wie Bewohner des Umlands, die Besorgungen in der Stadt erledigen müssen. Die Folge: Parkplätze werden immer teurer.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.

In Deutschland gibt es immer mehr Autos. Zum Jahresanfang 2026 kamen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich 593 Pkw, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das sind drei Autos mehr je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner als im Vorjahr und fünf mehr als im Jahr 2024. Seit 2008 ist die Pkw-Dichte kontinuierlich gestiegen.

Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede: Während die Pkw-Dichte in allen Flächenländern im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat, ging sie in den drei Stadtstaaten zurück. Zudem variiert die Zahl der Autos pro Kopf deutlich. Die höchste Pkw-Dichte gab es zu Jahresbeginn 2026 im Saarland mit 649 Autos je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 644 und Bayern mit 639. Am geringsten war sie – wie bereits im Vorjahr – in den Stadtstaaten Berlin mit 330 Autos, Bremen mit 427 und Hamburg mit 432.

Insgesamt lag die Pkw-Dichte in ländlichen Regionen tendenziell auf einem höheren Niveau als in städtischen Gebieten. Gründe dafür sind die weniger gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur und längere Pendelwege. „Wo öffentliche Parkflächen knapper werden, gewinnt ein privater Stellplatz an Wert. Er ist für viele Wohnungssuchende ein praktisches Ausstattungsmerkmal und kann die Attraktivität einer Immobilie steigern.

Diese Entwicklung spiegelt sich zunehmend auch in den Stellplatzmieten wider“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. Bundesweit sind die Angebotspreise für Stellplätze zwischen 2020 und 2025 um 28 Prozent gestiegen. Vielerorts liegen sie bereits bei mehr als 100 Euro im Monat. Der durchschnittliche Angebotspreis für einen Stellplatz beträgt in den deutschen Metropolen und kreisfreien Städten 82,53 Euro pro Monat. Die höchsten Preise werden in Frankfurt am Main (123,90 Euro), Hamburg (110,50 Euro) und Düsseldorf (105,35 Euro) verlangt. Unter den acht deutschen Metropolen ist Leipzig mit 73,69 Euro pro Monat der günstigste Markt.

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