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Jan Schleicher

Ge­schäfts­füh­rer

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Foto: © Wal_172619, Pixabay

Immer mehr Menschen pendeln in die Städte

Wohnungen sind in Deutschland knapp und teuer. In der Folge stiegen die Angebotsmieten im Bestand in den wirtschaftlich stärksten Städten allein im ersten Halbjahr 2025 um vier Prozent, in Mittelstädten um drei Prozent und in Großstädten um fünf Prozent gegenüber dem Jahresende 2024. Außerhalb der Städte ist das Leben günstiger.

Die Städte bieten zwar die meisten Arbeitsplätze, aber viel zu wenige Wohnungen. Eine häufige Lösung ist dann das Pendeln. In Deutschland pendeln rund 60 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Arbeit. Zum Stichtag 30. Juni 2024 arbeiteten rund 21 Millionen Beschäftigte in einer anderen Gemeinde als sie wohnten – rund 110.000 mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Knapp sieben Millionen Beschäftigte pendeln von außerhalb in eine der 80 Großstädte – rund 80.000 mehr als im Vorjahr. München bleibt das wichtigste Ziel für Berufspendler:innen: 458.400 der dort Beschäftigten leben außerhalb der Stadtgrenzen. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankfurt am Main mit 415.600, Berlin mit 398.900, Hamburg mit 396.300 und Köln mit 317.000 Einpendlerinnen und Einpendlern. Den größten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet Köln mit 11.200, gefolgt von Frankfurt am Main mit 10.800, Berlin mit 7.700 und Düsseldorf mit 4.900.

Der durchschnittliche einfache Arbeitsweg beträgt 17,2 Kilometer. 7,23 Millionen Pendlerinnen und Pendler legen mehr als 30 Kilometer zur Arbeit zurück, 4,05 Millionen sogar mehr als 50 Kilometer und 2,36 Millionen mehr als 100 Kilometer.

Um die Belastungen durch den Pendelverkehr zu verringern, sind Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, in sichere Radwege und Radschnellverbindungen sowie in mehr Homeoffice- und Co-Working-Angebote erforderlich.

Ob sich das Pendeln lohnt, ist auch eine Frage des Lebensstils. Wer viel Wert auf ein schönes Zuhause legt, das in Größe, Zuschnitt und Ausstattung dem Bedarf entspricht und bezahlbar ist, nimmt den größeren Aufwand an Zeit und Geld durch das Pendeln möglicherweise lieber in Kauf als jemand, der vor allem Wert auf städtische Kultur legt.

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