
Jan Schleicher
Geschäftsführer
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Wie hoch ist der Kaufpreisfaktor in Wiesbaden aktuell?
Wiesbaden gehört zu den gefragtesten Wohnstandorten im Rhein-Main-Gebiet. Als Landeshauptstadt Hessens mit wachsender Bevölkerung und stabiler Wirtschaft verzeichnet die Stadt seit Jahren eine hohe Nachfrage nach Wohnraum. Für Käufer und Investoren stellt sich dabei eine zentrale Frage: Wie ist das Verhältnis von Kaufpreis zu Miete, und was sagt der Kaufpreisfaktor konkret über ein Investment aus? In diesem Beitrag erfahren Sie, was der Kaufpreisfaktor bedeutet, wie er berechnet wird, wie hoch er in Wiesbaden aktuell liegt und in welchen Stadtteilen besonders hohe oder besonders attraktive Werte auftreten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kaufpreisfaktor liegt in Wiesbaden bei etwa 25 bis 30: Je nach Lage und Objektart bewegt er sich zwischen diesen Werten, mit einem stadtweiten Schwerpunkt um 27 bis 28 (Stand: 2026).
Premiumlagen überschreiten den Wert 30 deutlich: In Stadtteilen wie Sonnenberg und Nordost resultieren aus Kaufpreisen von über 5.000 € pro Quadratmeter Faktoren von teils 33 bis 36.
Berechnung: Kaufpreis geteilt durch die jährliche Nettokaltmiete: Eine 70 m² große Wohnung zum Durchschnittspreis ergibt bei aktuellen Mieten einen Faktor von rund 29 bis 30.
Die Bruttomietrendite liegt stadtweit bei etwa 3,6 bis 3,8 %: Das entspricht einem soliden, aber nicht hochrentablen Investmentprofil mit Fokus auf Wertstabilität.
Randlagen bieten niedrigere Faktoren und höhere Renditen: In Stadtteilen wie Biebrich, Dotzheim oder Kastel sind Faktoren von 20 bis 26 und Bruttorenditen bis zu 5 % erreichbar.
Steigende Mieten verbessern das Renditebild: Die durchschnittliche Nettokaltmiete stieg von 11,87 € im Q1 2025 auf 12,43 € im Q1 2026, ein Plus von rund 4,7 %.
Wiesbaden eignet sich vor allem für langfristige Investoren: Wer Wertstabilität und Inflationsschutz sucht, findet hier ein attraktives Profil. Kurzfristige Cashflow-Renditen sind dagegen begrenzt.
Was sagt der Kaufpreisfaktor über Immobilien in Wiesbaden aus?
Der Kaufpreisfaktor ist eine der wichtigsten Kennzahlen, wenn es darum geht, den Wert einer Immobilie als Kapitalanlage einzuschätzen. Er beschreibt, wie viele Jahresmieten ein Käufer für eine Immobilie zahlt. Ein Faktor von 25 bedeutet: Der Kaufpreis entspricht dem 25-fachen der jährlichen Nettokaltmiete.
Diese Kennzahl ist eng mit der Bruttomietrendite verknüpft. Die Beziehung lässt sich einfach darstellen:
| Kaufpreisfaktor | Bruttomietrendite (ca.) |
| 20 | 5,0 % |
| 25 | 4,0 % |
| 28 | 3,6 % |
| 30 | 3,3 % |
| 35 | 2,9 % |
Je höher der Kaufpreisfaktor, desto geringer die laufende Rendite. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Investment unattraktiv ist. In Märkten mit stabiler oder wachsender Nachfrage sprechen langfristige Wertsteigerung und Inflationsschutz oft für den Kauf.
Wiesbaden im nationalen Vergleich
Der aktuelle Kaufpreisfaktor in Wiesbaden bewegt sich 2026 stadtweit bei etwa 25 bis 30, mit einem Schwerpunkt um 27 bis 28. Laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 lag der durchschnittliche Kaufpreis aller Eigentumswohnungen (Neubau, Umwandlung und Wiederverkauf) im Jahr 2024 bei 4.384 € pro Quadratmeter, bei Wiederverkäufen bei 3.757 € pro Quadratmeter. (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025)
Damit liegt Wiesbaden deutlich über dem Niveau vieler mittelgroßer deutscher Städte, die häufig Faktoren zwischen 15 und 20 aufweisen. Gleichzeitig bleibt es unterhalb der extremsten Metropolwerte: In Frankfurt am Main werden Faktoren von 30 bis 35 beobachtet, in München von 35 bis 40.
Wiesbaden positioniert sich damit als wirtschaftlich starker Standort mit einem moderaten Risiko-Rendite-Profil. Keine extrem hohen Cashflow-Renditen, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit langfristiger Wertstabilität.
Was der Faktor für Eigennutzer und Kapitalanleger bedeutet
Für Eigennutzer zeigt der Kaufpreisfaktor, wie teuer der Kauf im Verhältnis zur ortsüblichen Miete ist. Bei einem Faktor von 27 oder 28 ist Kaufen verglichen mit Mieten rechnerisch nicht günstig. Wer jedoch langfristig plant und steigende Mieten vermeiden möchte, kann sich dennoch für den Kauf entscheiden. Der Schutz vor Mietsteigerungen und der Aufbau von Vermögen sprechen langfristig für den Erwerb.
Für Kapitalanleger ist der Faktor der erste Schritt der Rentabilitätsprüfung. Bei einem stadtweiten Kaufpreisfaktor von rund 27,6 und einer entsprechenden Bruttomietrendite von etwa 3,6 % sollten Investoren genau kalkulieren, insbesondere wenn ein hoher Fremdkapitalanteil geplant ist. Bauzinsen lagen im ersten Halbjahr 2026 bei etwa 3,1 bis 4,0 %, was den Spielraum für laufende Cashflow-Überschüsse begrenzt.
Wie berechnen Sie den Kaufpreisfaktor für Ihre geplante Immobilie?
Die Berechnung ist grundsätzlich einfach:
Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ jährliche Nettokaltmiete
Die Nettokaltmiete ist dabei die reine Grundmiete ohne Betriebs- und Heizkosten. Sie kann dem Mietvertrag entnommen oder auf Basis des örtlichen Mietspiegels geschätzt werden.
Ein Beispiel aus dem Wiesbadener Markt
Eine 70 m² große Eigentumswohnung in mittlerer Lage wird zum durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.384 € erworben (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025):
| Rechenschritt | Wert |
| Kaufpreis (70 m² × 4.384 €) | 306.880 € |
| Monatliche Nettokaltmiete (70 m² × 12,43 €) | 870 € |
| Jährliche Nettokaltmiete (870 € × 12) | 10.440 € |
| Kaufpreisfaktor | ≈ 29,4 |
Bei einem etwas günstigeren Objekt in mittlerer bis guter Lage verändert sich das Bild spürbar. Rechnet man mit 4.000 € pro Quadratmeter Kaufpreis und einer Miete von 13,35 € pro Quadratmeter, ergibt sich bei 70 m² folgendes:
| Rechenschritt | Wert |
| Kaufpreis (70 m² × 4.000 €) | 280.000 € |
| Jährliche Nettokaltmiete (70 m² × 13,35 € × 12) | 11.214 € |
| Kaufpreisfaktor | ≈ 25,0 |
Ein Faktor von 25 entspricht einer Bruttomietrendite von 4 %, was viele Investoren als noch akzeptabel einstufen.
Die erweiterte Berechnung mit Nebenkosten
Für eine professionelle Investitionsanalyse reicht der einfache Kaufpreisfaktor nicht aus. Kaufnebenkosten erhöhen die tatsächliche Investitionssumme erheblich. In Hessen fallen an:
Grunderwerbsteuer: 6 % des Kaufpreises
Notarkosten: ca. 1 bis 1,5 %
Grundbuchkosten: ca. 0,4 bis 0,5 %
Maklerprovision (Käuferanteil): in der Regel 2,975 bis 3,57 %
Das ergibt Gesamtnebenkosten von grob 10 bis 14 %. Auf das erste Beispiel angewendet bedeutet das: Bei 12 % Nebenkosten steigt die Investitionssumme von 306.880 € auf rund 343.706 €. Zieht man von der Jahresnettomiete von 10.440 € noch etwa 20 % für nicht umlagefähige Kosten ab, verbleiben rund 8.352 € Jahresreinertrag. Der tatsächliche Nettokaufpreisfaktor liegt dann bei rund 41,2, was einer Nettomietrendite von ca. 2,4 % entspricht.
Wichtig zu wissen: Die in Marktberichten genannten Kaufpreisfaktoren basieren häufig auf Bruttodaten. Für eine individuelle Investitionsentscheidung sollten immer auch Nebenkosten, Bewirtschaftungsaufwand und Finanzierungsstruktur einbezogen werden.
Welche Kriterien beeinflussen die Höhe des Kaufpreisfaktors in Wiesbaden?
Mehrere Faktoren bestimmen, wie hoch der Kaufpreisfaktor in einer konkreten Situation ausfällt.
Lage innerhalb der Stadt
Die Lage ist der entscheidende Einfluss. In gefragten Stadtteilen wie Sonnenberg, Nordost oder dem Komponistenviertel zahlen Käufer einen deutlichen Aufpreis, während die Mieten nicht proportional steigen. Das treibt den Kaufpreisfaktor in die Höhe. In Randlagen wie Biebrich, Kastel oder Dotzheim sind Kaufpreise niedriger, das Mietniveau relativ stabil. Dort entstehen niedrigere Faktoren und damit höhere Renditen.
Objektart und Baujahr
Einfamilienhäuser in gefragten Vierteln erzielen sehr hohe Kaufpreise, ihr Mietpotenzial ist jedoch begrenzt. Das führt zu hohen Kaufpreisfaktoren. Klassische Anlagewohnungen bewegen sich näher am Marktdurchschnitt. Neubauten erzielen sowohl höhere Kaufpreise als auch höhere Mieten, der Effekt auf den Faktor ist daher ambivalent. Gründerzeitbauten in guten Lagen stehen häufig bei Käufern hoch im Kurs und können entsprechend hohe Kaufpreise erreichen.
Energieeffizienz
Energieeffiziente Objekte erzielen zunehmend Preisaufschläge. Käufer sind bereit, für niedrige Heizkosten und eine gute Energieeffizienzklasse mehr zu zahlen. Dieser Preisaufschlag fällt häufig stärker ins Gewicht als der zusätzliche Mietspielraum, sodass energetisch hochwertige Objekte bei gleicher Lage tendenziell höhere Kaufpreisfaktoren aufweisen.
Zinsniveau und Einkommensverhältnisse
Das Zinsniveau beeinflusst, wie viel Käufer bereit oder in der Lage sind zu zahlen. Die Phase extrem niedriger Bauzinsen bis 2021 trieb die Kaufpreise und damit den Kaufpreisfaktor stark nach oben. Mit dem Zinsanstieg ab 2022 sanken die Kaufpreise in Wiesbaden, während die Mieten weiter stiegen. Das führte zu einem Rückgang des Kaufpreisfaktors von den Spitzenwerten der Boomphase auf das aktuelle Niveau um 27 bis 28.
In welchen Wiesbadener Stadtteilen fällt der Faktor besonders hoch aus?
Sonnenberg: das teuerste Viertel der Stadt
Sonnenberg weist mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 5.479 € (Stand: Februar 2026) das höchste Preisniveau in Wiesbaden auf. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 25 % gegenüber dem stadtweiten Durchschnittspreis aller Eigentumswohnungen von 4.384 € laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025. (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025)
Die durchschnittliche Nettokaltmiete in Sonnenberg lag im Q1 2026 bei 13,70 € pro Quadratmeter. Setzt man den Durchschnittspreis von 5.479 € ins Verhältnis zur Jahresnettomiete, ergibt sich ein Kaufpreisfaktor von rund 33. Bei Kaufpreisen im Bereich von 6.000 € pro Quadratmeter steigt dieser Wert auf 36 und mehr. Damit bewegt sich Sonnenberg auf dem Niveau teurer A-Lagen.
Nordost: Premiumlagen mit hohem Faktor
Nordost verzeichnete laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 einen Mittelwert von 5.470 € pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen, mit Spitzenpreisen von bis zu 14.990 € pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag im Q2 2026 bei etwa 13,57 € pro Quadratmeter. Das ergibt einen Kaufpreisfaktor von rund 33,6. Auch hier liegt der Wert klar über dem städtischen Durchschnitt.
Südost, Stadtmitte und Wilhelmstraße
Südost und die Stadtmitte gehören ebenfalls zum hochpreisigen Segment. Für Südost nennt der Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 einen Mittelwert von 4.850 € pro Quadratmeter, für die Stadtmitte von 4.240 €. Die Mieten liegen in beiden Stadtteilen über dem städtischen Durchschnitt. Je nach Segment entstehen Kaufpreisfaktoren von 28 bis über 30.
Die Wilhelmstraße sticht als teuerste Einzelstraße hervor. Dort wurden für Wohnungen Durchschnittspreise von rund 5.266 € pro Quadratmeter ermittelt, mit Spitzenwerten von bis zu 8.641 € für Eigentumswohnungen und bis zu 11.404 € für Häuser. Die Kaufpreisfaktoren hier zählen zu den höchsten in ganz Wiesbaden.
Stadtteile mit moderaten Faktoren und besserer Rendite
In Biebrich, Kastel und Dotzheim sieht das Bild anders aus. Laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 lagen die durchschnittlichen Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Wiederverkauf in Biebrich bei 3.530 €, in Dotzheim bei 4.380 € und in Kastel bei 5.220 € pro Quadratmeter (Stand: 2024). Bei Mieten, die nur leicht unter dem Stadtdurchschnitt liegen, entstehen insbesondere in Biebrich und Dotzheim Kaufpreisfaktoren im Bereich der unteren bis mittleren Zwanziger. Bruttorenditen von 3,8 bis 5 % sind in diesen Lagen erreichbar.
Auch das Westend bildet eine interessante Zwischenkategorie. Der Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 weist für das Westend einen Mittelwert von 3.680 € pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen im Wiederverkauf aus. Diese Lage kombiniert innerstädtische Wohnqualität mit einer für Wiesbaden verhältnismäßig guten Rendite und ist deshalb bei Kapitalanlegern gefragt.
Lohnt sich für Sie aktuell ein Immobilienkauf als Kapitalanlage in Wiesbaden?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Antwort hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Renditeerwartung, Anlagehorizont und Finanzierungsstruktur spielen alle eine Rolle.
Renditepotenzial und Finanzierungskosten
Die durchschnittliche Bruttomietrendite in Wiesbaden liegt 2026 bei etwa 3,6 bis 3,8 %. In Premiumlagen mit Faktoren über 30 sinkt sie auf rund 3 % oder knapp darunter. In Randlagen mit niedrigeren Faktoren sind 4 bis 5 % Bruttorendite erreichbar. Setzt man diese Werte in Beziehung zu Bauzinsen von 3,1 bis 4,0 %, bleibt bei vollständiger Fremdfinanzierung kaum Spielraum für einen positiven Cashflow.
Für Investoren mit hohem Fremdkapitalanteil, die auf laufende Überschüsse angewiesen sind, ist Wiesbaden ein anspruchsvoller Markt. Eine sehr genaue Objekt- und Lagenwahl ist Voraussetzung für ein funktionierendes Investment.
Langfristig orientierte Anleger profitieren von der Marktstruktur
Investoren mit hohem Eigenkapitalanteil und einem Zeithorizont von zehn bis zwanzig Jahren finden in Wiesbaden ein solides Profil. Die Stadt verzeichnet ein prognostiziertes Bevölkerungswachstum von rund 10,9 % bis 2040, eine begrenzte Neubautätigkeit und einen anhaltend angespannten Mietmarkt. (Quelle: wiesbaden.de)
Diese Rahmenbedingungen stützen langfristig die Kaufpreise und das Mietwachstum. Wer Kapitalerhalt, Inflationsschutz und moderate Wertsteigerung anstrebt, findet in Wiesbaden gute Voraussetzungen.
Für unterschiedliche Anlegerprofile
Renditeorientierte Anleger, die höhere laufende Erträge suchen, sollten die Randlagen genauer prüfen. Stadtteile wie Biebrich, Kastel, Dotzheim oder Teile des Westends bieten niedrigere Kaufpreisfaktoren bei stabiler Mietnachfrage. Die Renditechancen dort sind besser als in den Premiumlagen, ohne dass das Risiko wesentlich höher wäre.
Konservative Anleger mit langfristiger Perspektive können in Premiumlagen wie Sonnenberg oder Nordost investieren. Hier sind hohe Faktoren und niedrige laufende Renditen die Regel, dafür aber auch eine sehr hohe Wertstabilität, ein geringes Leerstandsrisiko und ein ausgeprägter Wiederverkaufsmarkt.
Für Eigennutzer gilt: Bei einem Kaufpreisfaktor von 27 bis 28 ist Kaufen nicht günstig im Vergleich zur Miete. Wer aber langfristig plant und sich gegen steigende Mieten absichern möchte, hat gute Argumente für den Erwerb. Immobilien in Wiesbaden bieten einen strukturellen Schutz vor Mietsteigerungen und ermöglichen den Aufbau von Vermögen über die Zeit.
Fazit: Wiesbaden bietet Stabilität, aber keine schnellen Renditen
Der Kaufpreisfaktor in Wiesbaden liegt 2026 stadtweit bei rund 27 bis 28, mit einer Spanne von etwa 25 bis über 33 je nach Lage und Objektart. Die Marktkorrektur der Jahre 2022 bis 2024 hat die Faktoren von den Spitzenwerten der Boomphase zurückgeführt. Seitdem haben sich Preise und Mieten auf einem neuen Gleichgewichtsniveau eingependelt.
Wiesbaden ist kein Markt für kurzfristige Renditestrategien. Es ist ein Markt für Investoren und Käufer, die auf langfristige Wertentwicklung, Stabilität und Inflationsschutz setzen. Die Nachfrage bleibt strukturell hoch, der Wohnraum knapp und die Bevölkerung wächst weiter.
Jede Immobilie ist individuell. Kaufpreisfaktor, Lage, Zustand, Mietsituation und Finanzierungsstruktur hängen zusammen und müssen im Einzelfall sorgfältig bewertet werden. Bei dieser Einschätzung helfen wir Ihnen gerne.
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FAQ
Ein pauschaler Richtwert für einen „guten“ Kaufpreisfaktor lässt sich nicht nennen, da er stark vom Standort, der Objektart, dem Zinsniveau und der eigenen Strategie abhängt.
Als grober Orientierungswert gilt in der Praxis häufig ein Faktor von 20: Bei diesem Wert wäre der Kaufpreis rechnerisch nach etwa 20 Jahren durch Mieteinnahmen gedeckt, was einer Bruttomietrendite von 5 % entspricht. In vielen deutschen Städten haben sich Faktoren um 25 als gängiges Marktniveau etabliert. In wirtschaftlich starken Großstädten mit hoher Nachfrage sind Faktoren von 30 und mehr keine Seltenheit, wenn die Erwartung langfristiger Wertsteigerungen besteht.
In Wiesbaden liegt der stadtweite Durchschnitt bei rund 27 bis 28. In Randlagen wie Biebrich oder Dotzheim sind niedrigere Faktoren und damit höhere Renditen erreichbar. Für langfristig orientierte Anleger mit solider Eigenkapitalbasis kann auch ein Faktor von 27 oder 28 in einem stabilen Markt wie Wiesbaden ein attraktives Investment bedeuten.
Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zum Bewertungsstichtag erzielt werden könnte. Er hängt von Lage, Objektart, Größe, Zustand und Ausstattung ab, weshalb sich kein einzelner „Durchschnittswert“ für ganz Wiesbaden angeben lässt.
Als Orientierung dienen aktuelle Daten aus dem Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025: Der Gutachterausschuss weist für das Jahr 2024 einen durchschnittlichen Kaufpreis aller Eigentumswohnungen (Neubau, Umwandlung und Wiederverkauf) von 4.384 € pro Quadratmeter aus, bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 77,7 m² und einem durchschnittlichen Preis je Wohnung von rund 340.413 €. Für Wiederverkäufe lag der Mittelwert bei 3.757 € pro Quadratmeter. (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025)
Daraus lässt sich schätzen: Eine 70 m² große Wohnung hat in Wiesbaden einen Verkehrswert von grob 260.000 bis 380.000 €. Für Einfamilienhäuser mit 120 bis 180 m² Wohnfläche sind Werte im Bereich von 550.000 bis über 800.000 € realistisch, in Premiumlagen auch deutlich darüber.
Bitte beachten Sie, dass sich diese Preise ändern können. Für eine belastbare, individuelle Bewertung Ihrer Immobilie empfiehlt sich eine professionelle Wertermittlung.
Die teuersten Wohnlagen in Wiesbaden sind Sonnenberg, Nordost, Südost sowie einzelne Premiumstraßen wie die Wilhelmstraße, das Komponistenviertel und das Nerotal.
Sonnenberg gilt aktuell als teuerstes Viertel der Stadt. Im Februar 2026 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis dort bei rund 5.479 €. Nordost folgt mit einem Mittelwert von 5.470 € pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025, mit Spitzenpreisen von bis zu 14.990 € pro Quadratmeter. Südost und Bierstadt liegen ebenfalls deutlich über dem städtischen Durchschnitt. (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025)
Die Wilhelmstraße sticht als teuerste Einzelstraße hervor: Durchschnittspreise von rund 5.266 € pro Quadratmeter für Wohnungen, Spitzenwerte für Eigentumswohnungen bis zu 8.641 € und für Häuser bis zu 11.404 € pro Quadratmeter.
Bitte beachten Sie, dass sich diese Preise ändern können. Für aktuelle Angebote werfen Sie gerne einen Blick auf unsere Immobilienangebote in Wiesbaden.
Die Immobilienpreise in Wiesbaden befinden sich 2026 auf einem stabilen, aber nach einer Korrekturphase gesunkenen Niveau.
Laut Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 lag der durchschnittliche Kaufpreis aller Eigentumswohnungen im Jahr 2024 bei 4.384 € pro Quadratmeter, bei Wiederverkäufen bei 3.757 € pro Quadratmeter. In Premiumlagen wie Nordost lagen die Mittelwerte bei 5.470 € pro Quadratmeter, in Sonnenberg bei vergleichbaren Werten, mit Spitzenpreisen von bis zu 14.990 € pro Quadratmeter. (Quelle: Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Wiesbaden, Immobilienmarktbericht 2025)
Auf der Mietseite stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete von 11,87 € im Q1 2025 auf 12,43 € im Q1 2026, ein Anstieg von rund 4,7 %. In beliebten Stadtteilen wie Südost, Nordost und Sonnenberg werden Mieten von 13,18 bis 13,70 € pro Quadratmeter erreicht. Einen detaillierten Überblick über die Immobilienpreise Wiesbaden 2026 finden Sie in unserer aktuellen Marktanalyse.
Die hier genannten Kaufpreise entsprechen dem Stand des Immobilienmarktberichts 2025. Bitte beachten Sie, dass sich diese Preise ändern können. Für aktuelle und konkrete Angebote empfehlen wir einen Blick auf unsere Immobilienangebote in Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet.












