
Jan Schleicher
Geschäftsführer
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Wohnung verkaufen in Wiesbaden: Alle Makler Kosten im Blick
Wer eine Eigentumswohnung in Wiesbaden verkaufen möchte, steht schnell vor einer wichtigen Frage: Welche Kosten entstehen dabei – und wer zahlt eigentlich was? Seit der gesetzlichen Neuregelung von 2020 hat sich die Kostenverteilung zwischen Käufer und Verkäufer grundlegend verändert. Die Maklerprovision ist dabei nur ein Teil der Gesamtkosten. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Makler Kosten beim Wohnungsverkauf in Wiesbaden anfallen, wie die aktuelle Rechtslage aussieht und wann sich die Zusammenarbeit mit einem Makler wirklich lohnt.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Die ortsübliche Maklerprovision in Wiesbaden beträgt 7,14 % des Kaufpreises: Seit der Gesetzesreform 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer diese Provision hälftig – jeder zahlt 3,57 % des beurkundeten Kaufpreises.
Der Maklervertrag muss zwingend in Textform geschlossen werden: Mündliche Vereinbarungen sind seit der Neuregelung durch § 656a BGB unwirksam und begründen keinen Provisionsanspruch.
Neben der Provision entstehen weitere Verkäuferkosten: Dazu zählen unter anderem der Energieausweis (ab ca. 100 €), mögliche Grundschuldlöschungskosten sowie eventuelle Spekulationssteuer bei Verkauf innerhalb der 10-Jahres-Frist.
Die Provision ist vor Vertragsunterzeichnung verhandelbar: Wer mehrere Angebote einholt und gezielt verhandelt, kann die Kosten spürbar reduzieren – danach ist eine Anpassung kaum noch möglich.
Makler erzielen im Schnitt höhere Verkaufspreise: Studien zeigen, dass professionelle Makler rund 7 bis 9 % höhere Endpreise erzielen als Privatverkäufer – das übersteigt die Provisionskosten in vielen Fällen deutlich.
Die Provision wird erst nach notarieller Beurkundung fällig: Verkäufer zahlen typischerweise erst, wenn der Kaufpreis auf ihrem Konto eingegangen ist.
Welche Makler Kosten fallen für Sie beim Wohnung verkaufen in Wiesbaden an?
Beim Verkauf einer Eigentumswohnung in Wiesbaden entstehen mehrere Kostenpositionen. Die Maklerprovision ist die bekannteste – aber nicht die einzige. Ein vollständiger Überblick hilft Ihnen, Ihren Verkauf realistisch zu kalkulieren.
Die Maklerprovision
Die ortsübliche Gesamtprovision für Eigentumswohnungen in Wiesbaden beträgt 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Davon trägt der Verkäufer 3,57 %, der Käufer ebenfalls 3,57 %. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € bedeutet das für Sie als Verkäufer eine Provision von 10.710 €.
Weitere Kosten für Verkäufer
Neben der Maklerprovision sollten Sie folgende Positionen einplanen:
Energieausweis: Beim Verkauf einer Immobilie ist der Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben. Ein Verbrauchsausweis ist bereits ab ca. 100 € erhältlich, ein Bedarfsausweis kostet zwischen 300 € und 500 €.
Grundschuldlöschung: Falls noch eine alte Grundschuld aus einem früheren Darlehen im Grundbuch eingetragen ist, entstehen Kosten von etwa 0,2 bis 0,4 % der Grundschuldsumme.
Spekulationssteuer: Liegt der Kauf der Wohnung weniger als zehn Jahre zurück und haben Sie diese nicht selbst bewohnt, kann beim Verkauf Einkommensteuer auf den Gewinn anfallen. Diese wird mit Ihrem persönlichen Steuersatz berechnet.
Renovierungen oder Aufwertungsmaßnahmen: Kleinere Maßnahmen vor dem Verkauf können den erzielbaren Preis steigern. Typische Kosten liegen zwischen 1.000 € und 5.000 €, je nach Zustand der Wohnung.
Bitte beachten Sie, dass Notarkosten und Grunderwerbsteuer in der Regel vom Käufer getragen werden. Die hessische Grunderwerbsteuer beträgt 6,0 % des Kaufpreises – eine der größten Kostenpositionen auf Käuferseite.
Wer zahlt die Maklerprovision beim Wohnungsverkauf nach der Neuregelung?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt in Deutschland eine neue Regelung für die Verteilung der Maklerprovision beim Verkauf von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Die Grundlage bilden die §§ 656a bis 656d BGB. (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)
Das Prinzip ist einfach: Wer den Makler beauftragt, muss mindestens die Hälfte der Provision selbst tragen. Da in der Praxis überwiegend der Verkäufer den Makler beauftragt, gilt in Wiesbaden die hälftige Aufteilung als Regelfall. Käufer dürfen nicht mehr zahlen als der Verkäufer.
Konkret bedeutet das für die gängigste Konstellation in Wiesbaden: Verkäufer und Käufer zahlen jeweils 3,57 % des Kaufpreises. Diese Aufteilung ist gesetzlich vorgegeben und kann nicht zugunsten des Käufers verschoben werden.
Es gibt jedoch Varianten, die Sie kennen sollten:
Innenprovision: Der Verkäufer übernimmt die gesamte Provision. Die Wohnung wird dem Käufer dann provisionsfrei angeboten. Diese Variante ist möglich, aber nicht die Regel.
Außenprovision: Verkäufer und Käufer teilen die Provision, wie oben beschrieben.
Käuferbeauftragung: Sucht ein Käufer aktiv einen Makler zur Objektsuche und findet dabei Ihre Wohnung, kann in bestimmten Fällen der Käufer die vollständige Provision tragen. Diese Konstellation ist in der Praxis jedoch selten.
Wichtig zu wissen: Der Maklervertrag muss zwingend in Textform abgeschlossen werden. Eine mündliche Absprache begründet keinen Provisionsanspruch und ist damit rechtlich wirkungslos (§ 656a BGB). (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)
Wie berechnen Sie die exakten Makler Kosten für Ihre Immobilie?
Die Berechnung der Maklerprovision ist unkompliziert: Kaufpreis multipliziert mit dem jeweiligen Provisionssatz ergibt den Betrag, den Sie als Verkäufer zahlen.
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen typische Kostensituationen für den Wohnungsverkauf in Wiesbaden:
| Kaufpreis | Provision gesamt (7,14 %) | Anteil Verkäufer (3,57 %) | Anteil Käufer (3,57 %) |
| 250.000 € | 17.850 € | 8.925 € | 8.925 € |
| 350.000 € | 24.990 € | 12.495 € | 12.495 € |
| 500.000 € | 35.700 € | 17.850 € | 17.850 € |
| 700.000 € | 49.980 € | 24.990 € | 24.990 € |
Zur vollständigen Kostenkalkulation kommen auf Verkäuferseite noch die weiteren Positionen hinzu. Ein Beispiel für eine Wohnung mit einem Kaufpreis von 350.000 € in Wiesbaden:
| Kostenposition | Geschätzter Betrag |
| Maklerprovision (Verkäuferanteil, 3,57 %) | 12.495 € |
| Energieausweis | 100 – 500 € |
| Grundschuldlöschung (falls notwendig) | 700 – 1.400 € |
| Kleinere Aufwertungsmaßnahmen | 0 – 3.000 € |
| Gesamtkosten (ca.) | 13.295 – 17.395 € |
Bitte beachten Sie, dass diese Werte Orientierungswerte sind und sich im Einzelfall unterscheiden können. Für eine genaue Einschätzung Ihrer individuellen Kosten sprechen Sie uns gerne direkt an.
Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Provision in Wiesbaden?
Die ortsübliche Provision von 3,57 % je Partei ist ein Richtwert, kein gesetzlich festgelegter Fixbetrag. Mehrere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Provision davon abweicht.
Lage der Immobilie
Die Lage ist einer der stärksten Preistreiber auf dem Wiesbadener Immobilienmarkt. In gefragten Stadtteilen wie dem Nerotal, der Innenstadt oder Biebrich am Rhein erzielen Wohnungen deutlich höhere Kaufpreise. Bei hohen absoluten Verkaufspreisen sind Makler in manchen Fällen bereit, einen geringeren Prozentsatz zu akzeptieren, da der Gesamtbetrag bereits hoch ist.
Zustand und Ausstattung der Wohnung
Eine gepflegte, modern ausgestattete Wohnung ist leichter und schneller zu vermarkten. Der Vermarktungsaufwand des Maklers fällt geringer aus – das kann ein Argument in der Provisionsverhandlung sein.
Vermarktungsaufwand
Wenn ein Makler aufwendige Zusatzleistungen erbringt – etwa professionelle Fotografie, virtuelle Rundgänge oder intensives Interessentenmanagement – ist die Provision entsprechend begründet. Weniger aufwendige Vermarktungen können zu niedrigeren Provisionen führen.
Aktuelle Marktsituation
In einem Markt mit hoher Nachfrage und wenig Angebot verkaufen sich Wohnungen schneller. Das reduziert den Arbeitsaufwand des Maklers und kann Ihnen in Verhandlungen nutzen. In schwierigeren Marktphasen steigt der Aufwand des Maklers entsprechend.
Kaufpreis der Immobilie
Bei sehr hohen Kaufpreisen fällt die Provision absolut gesehen erheblich aus. Ein halber Prozentpunkt Unterschied bei 700.000 € bedeutet bereits 3.500 € weniger Kosten. Das macht Verhandlungen bei hochpreisigen Objekten besonders lohnenswert.
Können Sie als Verkäufer bei der Maklerprovision verhandeln oder sparen?
Ja – die Maklerprovision ist grundsätzlich verhandelbar. Allerdings gilt das nur vor Unterzeichnung des Maklervertrags. Danach ist eine Anpassung so gut wie ausgeschlossen. Das macht den Zeitpunkt der Verhandlung entscheidend.
Mehrere Angebote einholen
Holen Sie vor der Beauftragung schriftliche Angebote von mehreren Maklern ein. Vergleichen Sie dabei nicht nur den Provisionssatz, sondern auch den Leistungsumfang: Welche Vermarktungsmaßnahmen sind inklusive? Wie geht der Makler mit Besichtigungen und Interessentenqualifizierung um?
Verhandeln mit konkreten Argumenten
Starke Verhandlungsargumente sind: eine gut vorbereitete Immobilie, eine hohe Nachfrage in Ihrer Lage oder die Bereitschaft, einzelne Leistungen selbst zu übernehmen. Wenn Sie beispielsweise einen Energieausweis bereits vorliegen haben oder professionelle Fotos selbst besorgen, reduziert das den Aufwand des Maklers spürbar.
Privatverkauf als Option
Wer auf die Maklerprovision vollständig verzichten möchte, kann die Wohnung privat verkaufen. Das spart die Provision – erfordert aber erheblichen Zeitaufwand, Verhandlungsgeschick und Marktkenntnis. Studien zeigen, dass professionelle Makler im Schnitt 7 bis 9 % höhere Kaufpreise erzielen als Privatverkäufer. Bei einer 350.000-€-Wohnung entspräche das einem Mehrerlös von rund 24.500 bis 31.500 €. Die Provision von 12.495 € wäre damit schnell mehr als aufgewogen.
Die Entscheidung für oder gegen einen Makler hängt also nicht nur von den Kosten ab, sondern auch vom erzielbaren Preis und dem Aufwand, den Sie selbst stemmen können.
Warum lohnen sich die Makler Kosten beim Verkauf Ihrer Wohnung wirklich?
Viele Verkäufer betrachten die Maklerprovision zunächst als reinen Kostenfaktor. Das greift jedoch zu kurz. Ein erfahrener Makler bringt Leistungen mit, die direkt auf den Verkaufserfolg einzahlen.
Marktkenntnis und realistische Preisfindung
Eine zu hoch angesetzte Wohnung bleibt lange auf dem Markt und erzeugt Misstrauen bei Interessenten. Ein zu niedrig angesetzter Preis kostet Sie direkt Geld. Ein Makler mit tiefer Kenntnis des Wiesbadener Markts bewertet Ihre Wohnung präzise – auf Basis von Lage, Zustand, Vergleichspreisen und aktueller Nachfrage.
Professionelle Vermarktung
Exposé, Inserate auf den relevanten Immobilienportalen, professionelle Fotos, Grundrissaufbereitung und Besichtigungsmanagement: Das alles kostet in Eigenregie Zeit und Geld. Ein Makler übernimmt diese Aufgaben und verfügt über eingespielte Prozesse, die den Verkauf beschleunigen.
Zugang zu vorgemerkten Interessenten
Volkmar Hoffmann Immobilien GmbH betreut seit über 40 Jahren Eigentümer und Käufer im Rhein-Main-Gebiet. Das bedeutet: Für Ihre Wohnung stehen möglicherweise bereits vorgemerkte Kaufinteressenten bereit, die aktiv nach einer Immobilie in Wiesbaden suchen. Das kann den Verkaufszeitraum erheblich verkürzen.
Rechtssichere Abwicklung
Makler kümmern sich um die Beschaffung notwendiger Unterlagen, bereiten den Notartermin vor und begleiten den gesamten Verkaufsprozess. Das schützt Sie vor kostspieligen Fehlern und unnötigen Verzögerungen.
Zeitersparnis
Der Eigenaufwand bei einem Privatverkauf wird oft unterschätzt. Anfragen beantworten, Besichtigungen koordinieren, Bonitäten prüfen, Verhandlungen führen – das sind Aufgaben, die viele Wochen Ihrer Zeit beanspruchen können. Ein Makler übernimmt all das.
Fazit: Makler Kosten beim Wohnungsverkauf in Wiesbaden – gut kalkuliert ist halb verkauft
Beim Wohnungsverkauf in Wiesbaden sollten Sie die Makler Kosten weder unterschätzen noch isoliert betrachten. Die ortsübliche Provision von 3,57 % auf Verkäuferseite ist ein relevanter Betrag – und gleichzeitig eine Investition, die sich bei professioneller Begleitung in der Regel auszahlt. Hinzu kommen weitere Kostenpositionen wie der Energieausweis oder eine etwaige Grundschuldlöschung, die Ihre Gesamtkalkulation beeinflussen.
Entscheidend ist: Verhandeln Sie die Provision vor Vertragsunterzeichnung, lassen Sie Ihre Wohnung realistisch bewerten und wählen Sie einen Makler, dem Sie vertrauen – mit nachweisbarer Marktkenntnis und Erfahrung. Bedenken Sie auch, dass viele Verkäufer sich fragen, ob sie ihre Wohnung verkaufen oder vermieten sollen. Diese Entscheidung beeinflusst ebenfalls Ihre langfristige Kostenbetrachtung.
Volkmar Hoffmann Immobilien GmbH begleitet Eigentümer in Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet seit über 40 Jahren beim Immobilienverkauf. Mit mehr als 3.000 erfolgreich vermittelten Immobilien und tiefer Kenntnis des lokalen Markts unterstützen wir Sie von der ersten Bewertung bis zur Schlüsselübergabe.
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FAQ
Die übliche Maklerprovision für Eigentumswohnungen in Hessen beträgt 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Davon tragen Verkäufer und Käufer jeweils 3,57 %. Diese hälftige Aufteilung gilt seit der Gesetzesreform vom 23. Dezember 2020 und ist in §§ 656a bis 656d BGB geregelt. Die Provision ist grundsätzlich verhandelbar, jedoch gilt der genannte Satz als ortsüblicher Richtwert in Wiesbaden. (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)
Beim Verkauf einer Eigentumswohnung in Wiesbaden zahlen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu gleichen Teilen. Der Verkäufer trägt mindestens 50 % der Provision, der Käufer darf nicht mehr zahlen als der Verkäufer. Es ist möglich, dass der Verkäufer die gesamte Provision übernimmt und die Wohnung dem Käufer provisionsfrei anbietet. Die umgekehrte Variante – der Käufer trägt die komplette Provision – ist seit der Neuregelung nicht mehr zulässig, wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat.
Nein, ein Makler ist für den Wohnungsverkauf in Wiesbaden nicht gesetzlich vorgeschrieben. Verkäufer können ihre Immobilie auch privat anbieten und verkaufen. Allerdings zeigen Auswertungen, dass Makler im Schnitt rund 7 bis 9 % höhere Kaufpreise erzielen als Privatverkäufer. Das entspricht bei einer Wohnung im Wert von 350.000 € einem potenziellen Mehrerlös von 24.500 bis 31.500 €. Wer Zeit, Marktkenntnis und Verhandlungserfahrung mitbringt, kann privat verkaufen. Für die meisten Eigentümer lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Makler jedoch deutlich. Bei der Entscheidung zwischen Kauf und Miete kann eine Beratung zur Frage, ob es sich lohnt, ein Haus zu kaufen oder zu mieten in Wiesbaden hilfreich sein.
Die Maklerprovision wird fällig, sobald ein notariell beurkundeter Kaufvertrag abgeschlossen ist. Nicht schon bei einer Reservierungsvereinbarung oder einem Vorvertrag – sondern erst nach der notariellen Beurkundung. Die übliche Zahlungsfrist beträgt 7 bis 14 Tage nach Vertragsabschluss. In der Praxis zahlen Verkäufer die Provision typischerweise erst, nachdem der Kaufpreis auf ihrem Konto eingegangen ist. Die genauen Zahlungsbedingungen sollten im Maklervertrag schriftlich festgehalten sein.












