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Jan Schleicher

Ge­schäfts­füh­rer

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Foto: © Stephanie Albert, Pixabay

Mieten steigen nur noch leicht, Nachfrage ist riesig

Die Entwicklung der Mieten vermittelt derzeit ein Stimmungsbild für den gesamten Immobilienmarkt. Zwar hat die Dynamik der Mietsteigerungen etwas nachgelassen, doch das Angebot ist nach wie vor viel zu gering. Die Vermarktung erfolgt dagegen in Rekordzeit.

Viele Menschen möchten umziehen, finden auf dem Mietmarkt aber nur wenige geeignete Angebote. Das hat eine zähe Mobilität zur Folge, die inzwischen sogar die Wirtschaft lähmt. Doch auch der Wechsel vom Miet- auf den Kaufmarkt ist für viele Interessenten keine Lösung, da die Finanzierungszinsen und Immobilienpreise für die meisten immer noch zu hoch sind.

Derzeit steigen die Mieten in deutschen Städten nur noch so schnell wie die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Das geht aus dem aktuellen Update des vom Kieler Institut für Weltwirtschaft veröffentlichten GREIX-Mietpreisindex hervor.

Im Vergleich zum Vorquartal (Q3/2025 zu Q2/2025) stiegen die Angebotsmieten um 0,5 Prozent. Inflationsbereinigt stagnierten sie. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Mieten nominal um 3,5 Prozent, inflationsbereinigt um 1,2 Prozent. Das ist der niedrigste Jahreszuwachs seit Ende 2021.

Im Quartalsvergleich verlief die Entwicklung in den acht größten deutschen Städten unterschiedlich. Am stärksten stiegen die Mieten in Leipzig (+1,1 Prozent) und Düsseldorf (+0,7 Prozent). In München, Frankfurt a.M. und Köln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte Rückgänge gab es in Hamburg (-0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent).

Das Mietniveau ist stark gespreizt: Mit 22,96 Euro pro Quadratmeter lag München an der Spitze, gefolgt von Frankfurt a.M. mit 17,55 Euro. Das Mittelfeld bilden Stuttgart (16,11 Euro), Berlin (15,82 Euro), Hamburg (15,62 Euro) und Köln (15,21 Euro). Der durchschnittliche Quadratmeterpreis über alle 37 Städte und Regionen lag bei 14,16 Euro.

Fazit: Der Immobilienmarkt befindet sich in einer „Warteposition“ und benötigt spürbare Impulse, um seinen Stillstand zu überwinden. Für Kaufinteressenten ist der Markt derzeit relativ berechenbar, sodass sie erfolgreich suchen und besonnen handeln können.

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