
Jan Schleicher
Geschäftsführer
Inhalt

Quadratmeterpreis bei Miete in Wiesbaden: Alle Kosten im Überblick
Der Wiesbadener Mietmarkt gehört zu den teuersten in Hessen. Wer in der Landeshauptstadt eine Wohnung sucht, sieht sich mit kontinuierlich steigenden Quadratmeterpreisen konfrontiert, die stark von Stadtteil, Wohnungsgröße und Ausstattung abhängen. Rechtliche Regelungen wie die Mietpreisbremse setzen zwar Grenzen, können aber nicht verhindern, dass Angebotsmieten deutlich über den Vergleichsmieten liegen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was ein Quadratmeter Miete in Wiesbaden kostet, welche Stadtteile besonders teuer oder günstig sind und worauf Sie bei der Wohnungssuche achten sollten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
Durchschnittliche Nettokaltmiete liegt bei 12,4 bis 13,6 € pro Quadratmeter: Je nach Datenquelle bewegen sich die Angebotsmieten in Wiesbaden im Jahr 2026 in dieser Bandbreite. ImmoScout24 weist 12,43 € aus, spezialisierte Mietportale kommen auf bis zu 13,62 €.
Kleine Wohnungen sind pro Quadratmeter besonders teuer: Wohnungen bis 40 m² kosten durchschnittlich rund 14 bis 15 € pro Quadratmeter, während mittelgroße Wohnungen zwischen 40 und 90 m² günstiger im Bereich von 12 bis 13 € liegen.
Sonnenberg, Nordost und Südost sind die teuersten Stadtteile: Mit durchschnittlich 13,2 bis 13,7 € pro Quadratmeter liegen diese Lagen deutlich über dem stadtweiten Mittel. Günstigere Optionen finden sich in Medenbach (rund 11 €) oder Auringen (rund 11,55 €).
Mietpreise steigen seit Jahren kontinuierlich: Von rund 8,50 € im Jahr 2012 bis zu heute rund 12,4 bis 13,6 € entspricht das einem Anstieg von fast 50 % in zwölf Jahren. Jährlich liegt das Wachstum aktuell bei rund 4 bis 5 %.
Mietpreisbremse und Kappungsgrenze bieten rechtlichen Schutz: In Wiesbaden gilt die Mietpreisbremse, die Neuvertragsmieten auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt. Die Kappungsgrenze für laufende Mietverhältnisse liegt in Wiesbaden bei 15 % innerhalb von drei Jahren.
Nebenkosten von rund 2,75 € pro Quadratmeter erhöhen die Gesamtbelastung: Die Warmmiete liegt damit deutlich über der reinen Kaltmiete. Für eine 70-m²-Wohnung bedeutet das rund 193 € Nebenkosten monatlich.
Was kostet ein durchschnittlicher Quadratmeter zur Miete in Wiesbaden?
Für die Orientierung auf dem Wiesbadener Mietmarkt lohnt zunächst ein Blick auf die zentralen Durchschnittswerte. ImmoScout24 weist auf Basis aktueller Inserate für das erste Quartal 2026 eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 12,43 € pro Quadratmeter aus. Im zweiten Quartal 2026 liegt der Wert bei 12,46 €. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 mit 11,91 € entspricht das einem Anstieg von rund 4,6 %. (Quelle: immobilienscout24.de)
Daneben gibt es weitere Quellen, die teils höhere Werte ausweisen. Ein spezialisiertes Mietdatenportal beziffert den durchschnittlichen Quadratmeterpreis für Wiesbaden im Jahr 2026 auf 13,62 €. Die Spanne der Angebotsmieten reicht dabei von 11,56 € in einfachen Lagen bis 16,64 € in sehr guten Wohnlagen. (Quelle: immoportal.com)
Aus diesen Zahlen ergibt sich ein realistischer Orientierungsbereich: Wer 2026 in Wiesbaden eine Mietwohnung sucht, sollte mit durchschnittlichen Nettokaltmieten von rund 12,4 bis 13,6 € pro Quadratmeter rechnen.
Warum unterscheiden sich die Quellen?
Die Differenz zwischen den Portaldaten lässt sich vor allem durch unterschiedliche Erhebungsmethoden erklären. ImmoScout24 berücksichtigt ausschließlich aktuelle Inserate auf der eigenen Plattform. Mietspiegelportale und kombinierte Analysen beziehen dagegen längere Betrachtungszeiträume, weitere Plattformen und teilweise auch Bestandsmieten ein. Außerdem gewichten verschiedene Quellen einzelne Stadtteile und Lagen unterschiedlich, was die ausgewiesenen Mittelwerte beeinflusst.
Zum Vergleich: Der kommunale Immobilienmarktbericht der Landeshauptstadt Wiesbaden hatte bereits für das Jahr 2020 einen mittleren Angebotsmietpreis von 11,50 € pro Quadratmeter dokumentiert. Die aktuellen Werte schreiben diesen Aufwärtstrend konsequent fort.
Für die praktische Wohnungssuche bedeutet das: Die Bandbreite von 12,4 bis 13,6 € pro Quadratmeter bildet den Rahmen, in dem sich der überwiegende Teil der Neuvertragsmieten bewegt. Davon ausgenommen sind Premiumlagen und hochwertige Neubauten, die deutlich darüber liegen können.
Wie unterscheiden sich die Mietpreise nach Wohnungsgröße in Wiesbaden?
Die Wohnungsgröße ist neben der Lage einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Quadratmeterpreis. Kleine Wohnungen sind in Wiesbaden pro Quadratmeter in der Regel teurer als mittelgroße Einheiten. Sehr große Wohnungen wiederum liegen tendenziell etwas über den mittleren Größenklassen. Das folgende Bild zeigt die aktuellen Durchschnittswerte für das Jahr 2026:
| Wohnungsgröße | Ø Quadratmeterpreis 2026 | Ø Quadratmeterpreis 2025 | Ø Quadratmeterpreis 2024 |
| Bis 40 m² | 14,82 € | 13,80 € | 13,07 € |
| 41 bis 60 m² | 13,19 € | 12,48 € | 11,73 € |
| 61 bis 90 m² | 12,90 € | 12,16 € | 11,42 € |
| Über 90 m² | 13,71 € | 13,10 € | 12,33 € |
(Quelle: immoportal.com)
Bitte beachten Sie, dass sich diese Preise ändern können. Die hier genannten Werte entsprechen dem Stand 2026.
Warum sind kleine Wohnungen teurer pro Quadratmeter?
Die Nachfrage nach kleinen Wohnungen ist in einer Verwaltungs- und Dienstleistungsstadt wie Wiesbaden besonders hoch. Berufspendler, Alleinlebende und ältere Menschen suchen bevorzugt kompakte Einheiten. Gleichzeitig ist das Angebot begrenzt. Die absolute Monatsmiete wirkt bei kleinen Wohnungen noch tragbar, obwohl der Quadratmeterpreis überdurchschnittlich hoch ist. Für Wohnungssuchende bedeutet das: Wer ausschließlich auf den Gesamtbetrag schaut, übersieht möglicherweise, dass eine etwas größere Wohnung pro Quadratmeter deutlich günstiger sein kann.
Der Zuwachs bei kleinen Wohnungen bis 40 m² ist besonders ausgeprägt. Von 2024 bis 2026 stiegen die Quadratmeterpreise in dieser Größenklasse um mehr als 13 %. Der Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden hatte für den Zeitraum 2015 bis 2020 eine überproportionale Steigerung der mittleren Angebotsmieten um rund 20 % dokumentiert. Diese Entwicklung setzt sich fort, wobei kleine Wohnungen erfahrungsgemäß stärker zulegen als der Gesamtmarkt.
Neben Wohnungen liegt das Mietniveau für Häuser nochmals deutlich höher. Auswertungen von Immowelt-Daten zeigen, dass der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser im ersten Quartal 2026 bei rund 15,34 € lag. Familien, die ein Einfamilienhaus zur Miete suchen, müssen daher mit einer spürbar höheren Belastung rechnen als im Wohnungssegment.
In welchen Stadtteilen von Wiesbaden zahlen Sie die höchsten und niedrigsten Mieten?
Die stadtweite Durchschnittsmiete verdeckt die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen. Lage, Infrastruktur, Bebauungsstruktur und Image prägen den jeweiligen Quadratmeterpreis. Zwischen den teuersten und günstigsten Lagen liegt in Wiesbaden eine Spreizung von deutlich über 20 %.
Die teuersten Stadtteile in Wiesbaden
Sonnenberg, Nordost und Südost zählen zu den begehrtesten und teuersten Wohngegenden der Stadt. Aktuelle Portaldaten von ImmoScout24 weisen für das erste Quartal 2026 folgende Werte aus:
| Stadtteil | Ø Quadratmeterpreis 2026 | Abweichung vom Stadtdurchschnitt |
| Sonnenberg | 13,70 € | ca. +10 % |
| Nordost | 13,58 € | ca. +9 % |
| Südost | 13,18 € | ca. +6 % |
(Quelle: immobilienscout24.de)
Sonnenberg gilt dabei nicht erst seit heute als teuerster Stadtteil. Die stabile Nachfrage nach grüner Wohnlage, guter Infrastruktur und gehobenem Wohnumfeld sorgt dafür, dass diese Aufschläge Bestand haben. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was das teuerste Viertel in Wiesbaden ausmacht, finden Sie dazu einen ausführlichen Beitrag auf unserem Blog.
Die günstigsten Stadtteile in Wiesbaden
Am unteren Ende der Mietpreisskala finden sich vor allem periphere Ortsteile im Norden und Osten der Stadt:
| Stadtteil | Ø Quadratmeterpreis 2026 |
| Medenbach | ca. 11,00 € |
| Auringen | ca. 11,55 € |
| Rambach | ca. 12,05 € |
| Delkenheim | ca. 12,05 € |
(Quelle: immobilienscout24.de)
In diesen Randlagen sind geringere Kosten möglich, allerdings gehen sie in der Regel mit längeren Wegen zur Innenstadt, einem dünneren Nahversorgungsangebot oder eingeschränkteren ÖPNV-Verbindungen einher. Wer Flexibilität bei der Standortwahl mitbringt, kann seine monatliche Mietbelastung durch die Wahl einer Randlage spürbar senken.
Wichtig zu wissen: Selbst innerhalb eines Stadtteils gibt es teils erhebliche Preisunterschiede je nach Mikrolage, Gebäudezustand und Ausstattung. Moderne Neubauten in bevorzugten Lagen können auch abseits der Premiumstadtteile Quadratmeterpreise von 18 € und mehr erreichen.
Welche Rolle spielt der Wiesbadener Mietspiegel für Ihre Wohnungssuche?
Der Mietspiegel ist ein zentrales Instrument des deutschen Mietrechts. Er bildet die sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete ab, also die Miete, die für vergleichbaren Wohnraum in einer Gemeinde in den letzten Jahren üblich war (§ 558 BGB). In Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern wie Wiesbaden kommt dem Mietspiegel dabei besondere Bedeutung zu.
Wiesbaden verfügt über einen qualifizierten Mietspiegel, der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde sowie den Interessenvertretern von Mietern und Vermietern anerkannt wurde. Die aktuell gültige Fassung gibt Mietpreise mit Stand 1. Januar 2025 wieder. Sie kann auf der Website der Stadt Wiesbaden heruntergeladen werden und differenziert nach Baujahr, Wohnungsgröße, Wohnlage und Ausstattung. (Quelle: wiesbaden.de)
Mietspiegel und Mieterhöhung
Im Rahmen laufender Mietverhältnisse darf ein Vermieter die Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen und muss sein Erhöhungsverlangen schriftlich begründen. Der Mieter soll anhand der Begründung nachvollziehen können, wie der Vermieter die Vergleichsmiete ermittelt hat. In Wiesbaden gilt zudem eine abgesenkte Kappungsgrenze von 15 %, was bedeutet: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren maximal um 15 % steigen, selbst wenn der Mietspiegel rechnerisch mehr Spielraum böte.
Mietspiegel und Mietpreisbremse
Daneben ist der Mietspiegel auch für die Mietpreisbremse entscheidend. Die bundesrechtliche Mietpreisbremse, die bis zum 31. Dezember 2029 gilt, begrenzt die Miete bei Neuvermietung auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 556d BGB). Wiesbaden gehört zu den hessischen Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt, sodass diese Regelung dort grundsätzlich greift. (Quelle: haufe.de)
Ausnahmen gelten unter anderem für Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, sowie für umfassend modernisierte Wohnungen und Fälle, in denen die Vormiete bereits über der zulässigen Grenze lag. In diesen Konstellationen kann die Miete frei vereinbart werden.
Was der Mietspiegel für Wohnungssuchende bedeutet
In der praktischen Wohnungssuche treffen Sie häufig auf Angebotspreise, die über den Mittelwerten des Mietspiegels liegen. Das liegt zum einen daran, dass Neubauten und modernisierte Wohnungen von der Mietpreisbremse ausgenommen sind. Zum anderen ist der Mietspiegel ein statistischer Durchschnitt vergangener Jahre, während Angebotspreise auf Portalen aktuelle Marktnachfrage widerspiegeln. Für eine realistische Einschätzung empfiehlt es sich, sowohl den kommunalen Mietspiegel als auch aktuelle Angebotsdaten heranzuziehen. Einen umfassenden Überblick über den Mietendeckel in Wiesbaden und die aktuellen Regeln finden Sie in unserem gesonderten Ratgeberartikel.
Wie haben sich die Quadratmeterpreise für Mietwohnungen in Wiesbaden zuletzt entwickelt?
Die aktuellen Mietpreise in Wiesbaden sind das Ergebnis einer langjährigen, kontinuierlichen Aufwärtsbewegung. Der Immobilienmarktbericht der Landeshauptstadt Wiesbaden dokumentierte, dass die mittleren Angebotsmieten zwischen 2007 und 2020 deutlich zugenommen haben und im Jahr 2020 bei einem mittleren Angebotsmietpreis von 11,50 € pro Quadratmeter lagen.
Der folgende Überblick zeigt die Entwicklung über einen längeren Zeitraum:
| Jahr | Ø Quadratmeterpreis (Nettokaltmiete) |
| 2012 | ca. 8,50 € |
| 2020 | ca. 11,50 € |
| Q1 2025 | 11,87 € |
| Q2 2025 | 11,91 € |
| Q4 2025 | 12,26 € |
| Q1 2026 | 12,43 € |
| Q2 2026 | 12,46 € |
(Quelle: immobilienscout24.de)
Vom Jahr 2012 bis 2024 stiegen die Mietpreise um fast 47 %. Der Wiesbadener Mietmarkt liegt damit spürbar über dem bundesweiten Durchschnitt, was die anhaltend hohe Nachfrage in dieser Verwaltungs- und Dienstleistungsstadt widerspiegelt.
Aktuelle Steigerungsrate und Prognose
Im Vergleich von Q1 2025 zu Q1 2026 ergibt sich ein Anstieg von rund 4,7 %. Das liegt deutlich über der allgemeinen Inflationsrate und zeigt, dass der Wiesbadener Mietmarkt weiterhin unter starkem Druck steht. Immobilienforschungsinstitute erwarten für Ballungsräume wie die Rhein-Main-Region für 2026 Mietsteigerungen von 5 bis 6 %, für 2027 teilweise bis zu 8 %. Für Wiesbaden gelten jährliche Steigerungen von 4 bis 6 % bis mindestens 2028 als realistisch. Eine nachhaltige Entspannung des Mietmarktes ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Detaillierte Informationen zu den aktuellen Mietentwicklungen in Wiesbaden und Prognosen finden Sie in unserem ausführlichen Trendbericht.
Besonders dynamisch entwickeln sich dabei wie in den Vorjahren die Preise für kleine Wohnungen bis 40 m²: Von 2024 bis 2026 stiegen die Quadratmeterpreise in dieser Größenklasse um mehr als 13 %, deutlich stärker als in den mittleren Größenklassen.
Worauf sollten Sie bei der Wohnungssuche in Wiesbaden bezüglich der Mietkosten besonders achten?
Angesichts des hohen Mietniveaus in Wiesbaden ist eine sorgfältige Kostenplanung unerlässlich. Dabei geht es nicht nur um die reine Kaltmiete, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Kostenkomponenten und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Kaltmiete, Nebenkosten und Warmmiete
Der erste Schritt ist die klare Unterscheidung zwischen den drei wesentlichen Kostenbegriffen:
Kaltmiete: Der Betrag, der allein für die Überlassung der Wohnräume gezahlt wird. Sie wird in Mietspiegeln als Nettokaltmiete pro Quadratmeter ausgewiesen.
Nebenkosten: Dazu zählen Heizung, Warmwasser, Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Hausreinigung und gegebenenfalls Hausmeisterleistungen. Strom und Internet gehören in der Regel nicht dazu.
Warmmiete: Kaltmiete plus umlagefähige Nebenkosten.
In Wiesbaden liegen die durchschnittlichen Nebenkosten bei rund 2,75 € pro Quadratmeter und Monat, etwas über dem Bundesdurchschnitt von 2,67 €. (Quelle: mein-nebenkostenrechner.de)
Beispielrechnung: Warmmiete für eine 70-m²-Wohnung
An einem Beispiel erklärt: Bei einer Nettokaltmiete von 12,50 € pro Quadratmeter und Nebenkosten von 2,75 € ergibt sich eine Warmmiete von rund 15,25 € pro Quadratmeter. Für eine 70-m²-Wohnung bedeutet das:
| Kostenart | Pro Quadratmeter | Monatlich (70 m²) |
| Kaltmiete | 12,50 € | 875 € |
| Nebenkosten | 2,75 € | 193 € |
| Warmmiete | 15,25 € | 1.068 € |
Die 30-Prozent-Regel als Orientierungsrahmen
Ein gängiger Richtwert für die finanzielle Belastung durch Wohnkosten ist die 30-Prozent-Regel: Die Warmmiete sollte idealerweise nicht mehr als 30 % des monatlichen Nettoeinkommens betragen. Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 € monatlich wäre das eine Warmmiete von maximal 900 €. Angesichts des Wiesbadener Preisniveaus ist diese Grenze nicht immer einhaltbar, sie dient aber als wichtiger Orientierungspunkt, um eine dauerhafte Überbelastung des Haushalts zu vermeiden. Einen direkten Vergleich, ob sich Kaufen gegenüber Mieten langfristig lohnt, bietet unser Beitrag zum Thema Haus kaufen oder mieten in Wiesbaden.
Rechtliche Rahmenbedingungen kennen
Wohnungssuchende sollten die wesentlichen Schutzinstrumente des Mietrechts kennen:
Die Mietpreisbremse begrenzt bei Neuvermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete auf maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 556d BGB). Maßgeblich ist der Wiesbadener Mietspiegel mit Stand 1. Januar 2025. Ausgenommen sind Neubauten nach dem 1. Oktober 2014, umfassend modernisierte Wohnungen und Fälle mit rechtmäßig höherer Vormiete.
Die Kappungsgrenze begrenzt Mieterhöhungen in laufenden Mietverhältnissen auf maximal 15 % innerhalb von drei Jahren in Wiesbaden. Eine höhere Steigerung ist auch dann nicht zulässig, wenn der Mietspiegel rechnerisch mehr Spielraum ließe.
Außerdem sollten Sie bei Indexmiet- und Staffelmietverträgen besonders aufmerksam sein. Bei Indexmietverträgen wird die Miete an den Verbraucherpreisindex gekoppelt, bei Staffelmietverträgen sind künftige Erhöhungen bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Spätere Erhöhungen unterliegen nicht mehr der 10-Prozent-Grenze der Mietpreisbremse. Solche Klauseln können die Mietbelastung über die Jahre erheblich steigern.
Standortwahl strategisch nutzen
Die Wahl des Stadtteils ist eine der wirksamsten Stellschrauben für die monatliche Mietbelastung. Wer bereit ist, Wege zur Innenstadt in Kauf zu nehmen oder auf bestimmte Ausstattungsmerkmale zu verzichten, kann durch die Wahl einer Randlage wie Medenbach oder Auringen gegenüber Premiumlagen wie Sonnenberg oder Nordost mehrere hundert Euro im Monat einsparen. Umgekehrt sollten Interessenten für sehr gefragte Lagen mit Aufschlägen von 10 % und mehr gegenüber dem stadtweiten Durchschnitt rechnen.
Fazit: Wiesbadener Mietmarkt erfordert gute Vorbereitung
Der Wiesbadener Mietmarkt ist 2026 durch ein anhaltend hohes Preisniveau und eine weiterhin steigende Nachfrage geprägt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt je nach Quelle zwischen 12,4 und 13,6 € pro Quadratmeter. Hinzu kommen Nebenkosten von rund 2,75 € pro Quadratmeter, die die monatliche Gesamtbelastung spürbar erhöhen. Wer in Wiesbaden eine Wohnung sucht oder vermietet, sollte die Unterschiede zwischen Stadtteilen, Wohnungsgrößen und Gebäudeklassen kennen und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten.
Jede Wohnsituation ist dabei individuell. Ob Sie als Käufer, Mieter oder Eigentümer auf dem Wiesbadener Immobilienmarkt aktiv sind: Volkmar Hoffmann Immobilien GmbH steht Ihnen mit über 40 Jahren Erfahrung und tiefem Marktkenntnis im Rhein-Main-Gebiet zur Seite. Entdecken Sie unsere aktuellen Immobilienangebote für Wohnungen und Häuser in Wiesbaden und der Region: Zu den aktuellen Immobilienangeboten. Oder möchten Sie wissen, was Ihre Immobilie aktuell wert ist? Wir bieten Ihnen gerne eine kostenfreie, unverbindliche Immobilienbewertung an: Zur kostenlosen Immobilienbewertung.
FAQ
Die durchschnittliche Nettokaltmiete in Wiesbaden liegt im Jahr 2026 je nach Datenquelle zwischen rund 12,4 und 13,6 € pro Quadratmeter. ImmoScout24 weist für Q1 2026 einen Wert von 12,43 € aus, spezialisierte Mietportale kommen auf bis zu 13,62 €. Für eine typische 70-m²-Wohnung ergibt sich daraus eine monatliche Kaltmiete von rund 870 bis 950 €. Inklusive Nebenkosten von durchschnittlich 2,75 € pro Quadratmeter steigt die Warmmiete entsprechend an. Wiesbaden liegt damit rund 10 % über dem hessischen Durchschnitt. (Quelle: immobilienscout24.de)
Bei Neuvermietung von Bestandswohnungen darf die Miete in Wiesbaden aufgrund der Mietpreisbremse maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (§ 556d BGB). Maßgeblich ist der qualifizierte Mietspiegel der Stadt Wiesbaden mit Stand 1. Januar 2025. In laufenden Mietverhältnissen gilt zudem die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 %: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren maximal um diesen Prozentsatz erhöht werden, auch wenn der Mietspiegel mehr Spielraum böte. Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals vermietet wurden, sowie umfassend modernisierte Wohnungen und Fälle mit bereits höherer rechtmäßiger Vormiete. In diesen Fällen kann die Miete frei vereinbart werden. (Quelle: wiesbaden.de)
Sonnenberg ist der teuerste Stadtteil in Wiesbaden. Für das erste Quartal 2026 weist ImmoScout24 dort einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 13,70 € aus, was etwa 10 % über dem stadtweiten Durchschnitt liegt. Nordost folgt mit rund 13,58 € und Südost mit etwa 13,18 € pro Quadratmeter. Die stabile Nachfrage nach gehobener Wohnlage, grünem Umfeld und guter Infrastruktur trägt dazu bei, dass diese Premiumpreise Bestand haben. (Quelle: immobilienscout24.de)
Zur Miete liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Wiesbaden 2026 zwischen rund 12,4 und 13,6 €. In Premiumlagen wie Sonnenberg oder Nordost sind Werte von 13,2 bis über 14 € üblich, in peripheren Lagen wie Medenbach oder Auringen finden sich Wohnungen um rund 11 € pro Quadratmeter. Für hochwertige Neubauten können in guten Lagen auch Quadratmeterpreise von 18 € und mehr aufgerufen werden. Beim Immobilienkauf liegt das Preisniveau nochmals deutlich höher: Laut dem Immobilienmarktbericht der Stadt Wiesbaden 2025 lag der durchschnittliche Kaufpreis aller Eigentumswohnungen im Jahr 2024 bei rund 4.384 € pro Quadratmeter, wobei Neubauten in gefragten Lagen wie Nordost deutlich über 9.000 € pro Quadratmeter erzielen können. Für aktuelle Kaufangebote und eine individuelle Einschätzung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Zu den aktuellen Immobilienangeboten.












